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Engadin, Piemont, Aostatal — 16 Tage im Herbst 2026

11.10.2026 · Alpen · Camper · Italien · Radfahren · Reisen · Wandern

Von Dresden über den Berninapass ins Oberengadin, über den Maloja in die Langhe, weiter ins Aostatal und nach Chamonix. Elf Stationen, sieben Touren, alle Schlafplätze.

Reiseroute Dresden – Engadin – Piemont – Aostatal – Elsass (Stationen)

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Sechzehn Tage, elf Stationen, fünf Länder — vom 25. September bis 10. Oktober 2026 mit dem Camper von Dresden ins Oberengadin, über den Malojapass nach Italien und durch Frankreich zurück.

Zwei der vier geplanten Regionen haben wir nie gesehen. Das Valle Maira fiel wegen der Wetterprognose aus, das Tessin ebenso. Dafür kamen das Aostatal und Chamonix dazu, die in keinem Plan standen.

Diese Seite ist die Übersicht: wo wir standen, welche Touren wir gefahren sind und wie weit ein Plan trägt. Die Zahlen stammen aus den Aufzeichnungen der Uhr und den Standortdaten der Fotos.

Blick aus dem Lärchenwald auf die vergletscherte Berninagruppe unter blauem Himmel

Die Route

TagWeg
Fr 25.09.Dresden ab, abends Gattendorf und Rehau in Oberfranken
Sa 26.09.Loisachtal, Garmisch-Partenkirchen, Biberwier, Nassereith — ab 13:52 Oberengadin
So 27.09.Pontresina, Celerina, Samedan
Mo 28.09.Berninapass
Di 29.09.St. Moritz, Wechsel nach Silvaplana
Mi 30.09.Silvaplana, Fuorcla-Surlej-Seite
Do 01.10.Malojapass, Bregaglia, Chiavenna, Piuro
Fr 02.10.Lierna am Comer See, abends Barolo
Sa 03.10.La Morra, Castiglione Falletto, Novello
So 04.10.Barolo ab, ab 12:35 Cogne im Aostatal
Mo 05.10.Cogne, Gran-Paradiso-Seite
Di 06.10.La Salle, Courmayeur, Chamonix-Mont-Blanc
Mi 07.10.Argentière, Montreux, Muntelier am Murtensee
Do 08.10.Colmar, Eguisheim
Fr 09.10.Husseren-les-Châteaux, abends Durbach
Sa 10.10.Durbach ab, 23:12 Dresden

Die Schlafplätze

Hängematte zwischen Lärchen auf der Platzwiese, dahinter Wohnmobile

NächtePlatzLand
1Parkplatz bei Oberau im Loisachtal, an der HaarnadelkurveD
3Camping Morteratsch, PontresinaCH
2Camping SilvaplanaCH
1Campingplatz an den Wasserfällen, PiuroI
2Barolo, Stellplatz am WeinbergI
1Cogne, Lillaz-SeiteI
1Camper-Stellplatz Cogne, kommunalI
1Parkplatz an der Gondel, Chamonix (Bereich für Wohnmobile)F
1Campingplatz Muntelier am MurtenseeCH
1Eguisheim im ElsassF
1Durbach im SchwarzwaldD

Zwei davon sind keine Campingplätze: In Cogne ein asphaltierter Wohnmobil-Stellplatz am Dorfrand mit Ver- und Entsorgungssäulen. In Chamonix ein großer Parkplatz an der Gondel, der einen eigenen Bereich für Wohnmobile hat.

Der Parkplatz bei Oberau auf der Anreise ist weder das eine noch das andere — dort zu stehen ist geduldet, nicht erlaubt.

Zur Reservierung: Für Camping Morteratsch haben wir online gebucht. Für Camping Silvaplana war das Ende September nicht nötig.

Wohnmobil auf asphaltiertem Stellplatz, blaue Versorgungssäulen, dahinter der Kirchturm von Cogne

Die Touren

Sieben Aufzeichnungen, die Radtouren mit E-Mountainbikes.

TagArtkmAnstiegDauerStart
26.09.Wandern1,315 m48 minMorteratsch
27.09.Wandern8,1507 m229 minBergstation Muottas Muragl, über die Segantinihütte
27.09.Wandern1,122 m19 minbei Pontresina
28.09.Radfahren32,7770 m294 minCamping Morteratsch
30.09.Radfahren6,1614 m95 minCamping Silvaplana
03.10.Radfahren22,9616 m316 minBarolo
05.10.Radfahren33,31.548 m417 minCogne

Türkisfarbener Lago Bianco am Berninapass, dahinter vergletscherte Gipfel

Oben am Berninapass liegt der Lago Bianco, türkis vor den Gletschern — die Tour dorthin mit Karte steht im Bericht zum Oberengadin. Die größte Tour war der 05.10. ab Cogne: 1.548 Höhenmeter an einem Tag, hinauf zum Inverneux-Pass. Auch mit Motor eine harte Nummer — wir mussten mehr schieben, als uns lieb war.

E-Mountainbike an einem Felsgrat, dahinter das weite Tal und Wolken über den Gipfeln

Die Wanderung am 27.09. führt von der Bergstation Muottas Muragl über die Chamanna Segantini auf 2.731 Metern — Selbstbedienung, Terrasse über dem Engadin.

Steinhütte mit Schild Chamanna Segantini 2731 m ü. M., Gäste auf der Terrasse über dem Tal

Nicht jeder Höhepunkt ist eine Tour: Am 06.10. ging es mit der Seilbahn auf die Aiguille du Midi über Chamonix. Der Fotostandort dort liegt auf knapp 3.900 Metern — der höchste Punkt der ganzen Reise, erreicht ohne einen einzigen Höhenmeter aus eigener Kraft.

Das Mont-Blanc-Massiv im Abendlicht über den Dächern von Chamonix

Wie kalt es Ende September wird

Tagsüber angenehm, nachts deutlich kalt — und der Umschwung kommt schlagartig, sobald die Sonne weg ist. Das gilt für die Plätze im Oberengadin genauso wie im Aostatal; beide liegen über 1.500 Metern.

Draußen vor dem Camper sitzen ging an genau zwei Stellen der Reise: im Piemont, wo es abends mild blieb, und im Elsass bis etwa halb neun. Überall sonst hieß es nach Sonnenuntergang: rein und in den Schlafsack.

Wenn du zu dieser Jahreszeit in die Alpen fährst, plane die Abende also nicht draußen ein — und nimm einen Schlafsack mit, der kann, was er soll.

Die Regionen im Einzelnen

Zu jeder Region entsteht ein eigener Bericht mit Touren, Karten und Plätzen:

  • Oberengadin: Morteratsch, Berninapass, Fuorcla Surlej — 26.09.–01.10., 5 Nächte, 5 Touren
  • Valchiavenna und der Malojapass — 01.–02.10., 1 Nacht
  • Langhe: Barolo, La Morra, Castiglione Falletto — 02.–04.10., 2 Nächte, 1 Tour
  • Aostatal: Cogne und der Inverneux-Pass — 04.–06.10., 2 Nächte, 1 Tour
  • Mont Blanc: Courmayeur, Chamonix, Aiguille du Midi — 06.–07.10., 1 Nacht
  • Elsass und Schwarzwald: Colmar, Eguisheim, Durbach — 07.–10.10., 3 Nächte

Verlinkt ist bisher nur das Oberengadin; die übrigen Berichte entstehen nach und nach.

Was anders kam als geplant

Geplant war: Engadin, Valle Maira, Langhe, Tessin. Gefahren wurde:

geplanttatsächlich
Engadin26.–30.09., Silvaplana26.09.–01.10., erst Pontresina, ab 29.09. Silvaplana
Valle Maira30.09.–05.10.entfallen
Langhe05.–08.10.02.–04.10.
Tessin08.–11.10.entfallen
——Aostatal und Chamonix, 04.–07.10.
——Elsass und Schwarzwald, 07.–10.10.

Kehren der Malojastraße im Nebel, ein Postauto in der Kurve

Das Valle Maira fiel wegen der Wetterprognose aus. Statt nach Süden ins Hochtal ging es über den Malojapass ins Valchiavenna und von dort weiter in die Langhe — drei Tage früher als vorgesehen. Dadurch war am Ende Zeit für das Aostatal und Chamonix, die in keinem Plan standen. Die Rückfahrt lief statt über den Gotthard durch Frankreich.

Treppe hinab in eine Burgruine aus rotem Sandstein, dahinter die Rheinebene

Sonnenaufgang über den Rebzeilen bei Barolo, rechts der Rand des Fahrzeugs

Häufige Fragen

Wie lange brauchst du von Dresden ins Oberengadin?

Anderthalb Tage mit einer Übernachtung. Wir sind am Freitagnachmittag los, abends war Oberfranken erreicht, übernachtet haben wir auf einem Parkplatz bei Oberau im Loisachtal. Am Samstag ging es über Garmisch-Partenkirchen und Nassereith weiter — um 13:52 standen wir an der Morteratsch.

Kannst du vom Campingplatz aus auf den Berninapass radeln?

Ja. Vom Camping Morteratsch sind es hin und zurück 32,7 km mit 770 Höhenmetern, bei uns knapp fünf Stunden. Wir waren mit E-Mountainbikes unterwegs. Plan oben Zeit ein: Am Lago Bianco willst du nicht nur durchfahren.

Wo stehst du in Cogne mit dem Wohnmobil?

Es gibt einen kommunalen Stellplatz am Dorfrand, asphaltiert, mit Ver- und Entsorgungssäulen. Die erste Nacht standen wir auf der Lillaz-Seite, 2,9 km weiter talaufwärts.

Kommst du mit dem Wohnmobil über den Malojapass?

Wir sind ihn mit einem VW T5 in der Langversion gefahren, von Silvaplana hinunter ins Bergell. Die Straße führt in engen Kehren den Hang hinab, aber dort verkehren planmäßig große Reisebusse — für ein Wohnmobil ist das kein Problem. Das gilt für die anderen Pässe der Reise genauso. Für die Strecke vom Engadin in die Langhe sparst du den Umweg zurück über den Julier.

Was ist in den Langhe außer Radfahren drin?

Wein. Wir haben in Barolo eine Nebbiolo-Probe gemacht — der Nebbiolo ist die Traube, aus der Barolo entsteht. Für die Radrunde über La Morra, Castiglione Falletto und Novello reicht daneben ein Tag: 22,9 km und 616 Höhenmeter ab Barolo.

Dorfplatz in den Langhe mit hohem Glockenturm aus Backstein

Kann man Ende September noch draußen sitzen?

Kaum. Tagsüber ist es angenehm, aber sobald die Sonne weg ist, wird es schnell kalt. Nur im Piemont und im Elsass ließ es sich abends noch vor dem Camper aushalten, im Elsass bis etwa halb neun. In den Alpen gehörte der Abend dem Schlafsack.

Was fällt an Maut und Tickets an?

Die Beträge sind Stand Oktober 2026 und galten für unseren VW T5 — für Wohnmobile liegen sie höher.

ÖsterreichVignette gekauft, um über die Autobahn Zeit zu sparen
Schweizohne Vignette ausgekommen — Fahrzeug unter 3,5 t, Route über Pässe und Landstraßen
Mont-Blanc-Tunnel56,40 €
Seilbahn Aiguille du Midi83 €

Bei der Schweiz solltest du selbst nachsehen, statt dich auf unsere Erfahrung zu verlassen: Für Autobahnen gilt die Vignette, für schwerere Fahrzeuge greifen andere Abgaben, und wo genau die Grenze verläuft, hängt am zulässigen Gesamtgewicht. Wir sind mit einem Fahrzeug unter 3,5 Tonnen ausschließlich über Pässe und Landstraßen gefahren und kamen ohne aus — für ein größeres Wohnmobil muss das nichts heißen. Verbindlich ist das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit.

Warum stehen an der Karte keine Kilometer?

Weil die Linie die Stationen verbindet und nicht die Fahrstrecke ist. Sie folgt dem gefahrenen Weg nur dort, wo Fotos ihn belegen — über Maloja und Bernina etwa. Wo zwischen zwei Aufnahmen hunderte Kilometer liegen, zieht sie eine Gerade. Eine Kilometer- oder Höhenmeterangabe daran wäre erfunden. Die echten Werte stehen oben bei den Touren; sie stammen aus den Aufzeichnungen der Uhr, deren Höhenmeter geglättet sind — rohe GPX-Summen fallen durch GPS-Rauschen deutlich zu hoch aus.

Zahlen zur Reise

  • 16 Reisetage, 25.09. bis 10.10.2026
  • 15 Nächte an 11 Stationen
  • 5 Länder: Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich
  • 2 Pässe mit dem Fahrzeug: Bernina und Maloja
  • 7 aufgezeichnete Touren: rund 105 km, 4.092 Höhenmeter
  • Höchster Punkt der Reise: Aiguille du Midi über Chamonix, knapp 3.900 m